Puderbacher Annalen 2004

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Puderbacher Annalen 2004

Die Burg Reichenstein liegt 2 km von Puderbach entfernt. Sie wurde zwischen 1300 und 1320 von Ludwig III von Neuerburg und Reichenstein erbaut. Dessen Vater und Großvater Ludwig II und Ludwig I waren als Walpoden (Burggrafen) von der Neuerburg Gefolgsleute und Burgverwalter der Grafen zu Sayn.
Dem Burgbau waren 70 Jahre Auseinandersetzungen vorausgegangen, denn ihr Standort auf einem Eigentum (Allod) der Neuerburger befand sich inmitten eines Gebietes um das sich 6 Herrschaften stritten: Die Grafen von Zu Sayn, Isenburg und Wied, sowie die Erzbischöfe von Köln, Mainz und Trier.
Kaum war die Burg erbaut, kam es bereits zu einer ersten Auseinandersetzung mit dem Grafen zu Wied, der ständig weitere Streitereien und Fehden mit unterschiedlichen Gegnern folgten. Der Westerwald war dünn besiedelt, und man kämpfte um jedes Stückchen Land. Es gelang den Reichensteinern nicht, ihre eigenständige Herrschaft auszudehnen. Sie endete nach heutigem Maß 1,50 Meter rund um die äußere Burgmauer und war die kleinste Grafschaft in Deutschland. Während die Reichensteiner in ihrem früheren Wirkungsgebiet weiter das Walpodeamt ausübten, kam ihnen auf Grund der eigenen kleinen Herrschaft auch das Recht zu, Steuern einzutreiben und Münzen zu prägen.

 

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